Freitag, 14. August 2015

Bov Bjerg - Auerhaus


Bov Bjerg - Auerhaus
Aufbau-Verlag
236 Seiten
gebundene Ausgabe: 18,00 Euro
 
 
Auerhaus spielt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Stuttgart in den 80er Jahren. Die beiden Hauptcharaktere sind Höppner, aus dessen Sicht der Roman erzählt ist, und Frieder, Höppners Freund von Kindheitstagen an. Zur Zeit der Geschichte sind sie um die 18 Jahre alt und Frieder hat bereits einen Selbstmordversuch hinter sich. Nach einem Klinikaufenthalt ziehen die beiden in das alte Bauernhaus von Frieders verstorbenem Großvater. Das Auerhaus. Im laufe der Geschichte ziehen noch weitere Jugendliche in die WG mit ein. Zusammen möchten sie auf Frieder aufpassen.
Im laufe der Geschichte lernt man das etwas chaotische WG leben kennen, wie die Jugendlichen zusammen ihren Alltag organisieren, Probleme mit Freundinnen, Schule, Bundeswehr… was einen mit 18 so alles bewegt.
Zusammen versuchen sie dem vorgegebenen Weg „Birth, school, work, death“ wie es im Buch so schön heißt zu entkommen, zumindest für eine weile… für die Zeit im Auerhaus.
Den Schreibstil würde ich als kurz und knapp, teilweise sehr abgehackt beschreiben. Auch die Gespräche zwischen den Personen ist sehr Minimalistisch. Manchmal möchte man die Personen dazu anhalten mal richtig miteinander zu reden.
Auch die einzelnen Abschnitte im Buch sind recht kurz und es gibt häufig Szenenwechsel oder auch mal einen Gedankeneinschub von Höppner was einen dazu bringt aufmerksam zu lesen. Die Übergänge sind manchmal Nahtlos von einer Szene in die andere und ehe man es richtig merkt ist diese Passage auch schon wieder vorbei. Diese Knappheit hat mich teilweise etwas gestört. Ich hätte von vielem einfach gerne mehr erfahren. Einiges wird angerissen aber nicht tiefer ausgeführt und bei manchen Passagen blieb bei mir die Frage zurück aus welchem Grund wurde das nun erwähnt. So bleibt aber auch Freiraum zur Interpretation und jeder kann vielleicht etwas anderes für sich aus dem Buch ziehen.
Die Geschichte selbst bietet Nachdenkliches, Trauriges, sowohl auch lustige Szenen die einen vielleicht an die eigene Jugendzeit und manchen Unsinn erinnert den man so getan hat.  3 Sterne

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