Mittwoch, 14. Oktober 2015

Soman Chainani - The School for Good and Evil


Soman Chainani
The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben (Band 1)
Ravensburger Verlag
508 Seiten
gebundene Ausgabe 16,99 €


In dem kleinen Städtchen Gavaldon werden alle vier Jahre zwei Kinder für die School for Good and Evil entführt. Ein Kind für die Gute und ein Kind für die Böse Seite, in der sie für eine Karriere als Märchenfigur ausgebildet werden. Während die Eltern Ihre Kinder verstecken und sich in den Häusern einschließen freut Sophie sich auf den Tag der Entführung. Sie hofft auf eine Laufbahn als Prinzessin in der Schule für Gute und arbeitet mit guten Taten und Schönheitsritualen darauf hin. Als eine Art gute Tat freundet sie sich mit Agatha an, einem einzelgängerischen Mädchen das auf dem Friedhof wohnt und im Dorf ehr als Hexe gilt. Am Tag der Entführung werden beide Mädchen in den Märchenwald verschleppt, doch landet Sophie anstatt Agatha in der Schule der Bösen und Agatha auf der guten Seite. Eine Verwechslung?

Optisch ist das Buch wunderschön gestaltet. Das Cover mit der Schule im Hintergrund und dem geprägten Schulwappen. Auf der Innenseite des Buchdeckels befindet sich eine detaillierte Karte der Schule und Umgebung. Auch der Text ist durch anders geschriebene Textpassagen aufgelockert, was spaß macht zu lesen.

Der Anfang des Buches erinnert von der Schreibweise an einen Animationsfilm. Lustige, etwas überzeichnete Charaktere und viel Fantasie.
Doch mit der Ankunft in der Schule wird die Geschichte schnell unstrukturiert. Durch schnelle Perspektivwechsel muss man sehr aufmerksam Lesen. Die Nebencharaktere wie Lehrer oder so manche andere Schüler bleiben ehr blass und dem Leser nicht im Gedächtnis. Zwar jagd ein Ereignis das nächste, allerdings fehlt lange Zeit der Bezug zum großen Ganzen. Für mich hatte das Buch keinen Fokus und der Leser weiß nicht in welche Richtung das ganze führen soll, so konnte mich die Geschichte nicht richtig packen. Viele Handlungen waren vorhersehbar; die Details wie etwas geschehen ist aber überraschend fantasievoll und Ideenreich. Sophie und Agatha waren für mich in Ihrem Wesen nicht glaubhaft. Zum Beispiel erzählt das Buch von wahrer Liebe und echter Freundschaft, jedoch empfand ich die Beziehung von Agatha und Sophie nicht als echte Freundschaft und habe es dem Autor nicht abgenommen das er mir dies als solche verkaufen möchte.

Insgesamt war ich oft von den kreativen Ideen des Autors überrascht, fast wie eine Reise zu Alice im Wunderland wo an jeder Ecke eine andere verrückte Idee wartet. Doch leider konnte mich die Story nicht fesseln und wirkte auf mich unglaubwürdig. Nicht unglaubwürdig durch die Fantasiewelt, diese war sehr schön gestaltet, aber unglaubwürdig dadurch, dem Leser eine Art Zweckbeziehung als Freundschaft verkaufen zu wollen. Daher nur 2,5 – 3 Sterne

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